Roter Apfel, süße Mandarine und Vanille, dazu Karamell und ein Hauch Kakao. Ein wunderbar entspannter Kaffee, der auch beim Thema Nachhaltigkeit einiges zu erzählen hat.
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Afrika
Uganda
West-Nil-Region auf 1.480m
100% Arabica
100% Arabica
Mild
SL 14 & Bourbon
Nase: Roter Apfel, Vanille, Kräuter Gaumen: Mandarine, Traubenzucker, Kakaopulver Abgang: Mandeln, Karamell, Sanddorn
Natural, anaerobe Fermentation
moderne Filterzubereitungen, moderner Espresso, Aeropress, Schraubkanne, French Press, Cold Brew,
Guter Kaffee soll nicht nur heute schmecken, sondern auch morgen noch wachsen können. Genau darum geht es bei Disco 3 aus der West-Nil-Region im Nordwesten Ugandas. Hier, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, bauen Kleinbäuer*innen auf rund 1.480 Metern Höhe Arabica-Kaffee an. Die Region gehört zu den heißesten des Landes und steht durch den Klimawandel vor großen Herausforderungen.
Damit der Kaffeeanbau langfristig eine Zukunft hat, setzt das Projekt auf regenerative Landwirtschaft. Die Produzent*innen lernen, aus lokal verfügbaren Materialien wie Gesteinsmehl und Holzasche nährstoffreichen Kompost und natürliche Pflanzenschutzmittel herzustellen. Das verbessert die Bodenfruchtbarkeit und kann die Kaffeepflanzen widerstandsfähiger gegenüber Hitze und anderen klimatischen Belastungen machen. Statt auf kurzfristige Lösungen setzt man hier auf gesunde Böden und eine Landwirtschaft, die auch unter schwierigeren Bedingungen funktionieren soll.
Genauso wichtig ist die soziale Seite. Die West-Nil-Region zählt zu den wirtschaftlich benachteiligten Gebieten Ugandas. Mit der Jukia-Mikrostation bleibt ein größerer Teil der Kaffeeproduktion und damit auch der Wertschöpfung direkt in der Region. Die Station wird von einem gewählten Komitee aus Produzentinnen geführt und schafft Arbeitsplätze in der Nähe der Farmen. Für ihre Kaffeekirschen erhalten die Bäuerinnen einen Preis, der 55 % über dem ugandischen Living-Income-Referenzpreis liegt.
Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen in der Jukia-Mikrostation sorgfältig sortiert und anschließend 72 Stunden lang in luftdicht verschlossenen Behältern fermentiert. Danach trocknen sie auf erhöhten Trockenbetten und werden nochmals von Hand sortiert.
Geschmacklich zeigt sich Disco 3 angenehm unkompliziert, aber alles andere als langweilig. In der Nase erinnern roter Apfel, Vanille und Kräuter an einen frischen Obstgarten. Am Gaumen folgen saftige Mandarine, die klare Süße von Traubenzucker und etwas Kakaopulver. Mandeln, Karamell und die leicht herbe Fruchtigkeit von Sanddorn begleiten den Abgang. Die mittlere Säure und die ausgeprägte Süße machen ihn zu einem besonders zugänglichen Filterkaffee.
Disco 3 verbindet richtig guten Kaffee mit einem Projekt, das den Menschen vor Ort mehr Einkommen, Mitbestimmung und bessere Perspektiven bietet. Und zeigt, dass Klimaanpassung nicht erst irgendwann beginnen muss, sondern schon heute auf den Farmen stattfinden kann.
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