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    Bolivien II

    Samaipata Bourbon

    Der bewegten Geschichte des Kaffeeanbaus in Bolivien trotzt dieses seltene Microlot mit hoher Qualität und subtilen, süßen Fruchtaromen in Nase und am Gaumen.

    Ab € 12,90
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    Informationen

    Produktuntertitel Samaipata Bourbon
    Lieferzeit 2-3 Tage
    Kontinent Südamerika
    Land Bolivien
    Region Yungas, Caranavi, Samaipata
    Hersteller Los Rodriguez (Tacu & Trapiche)
    Zusammensetzung Reinsortiger Arabica
    Stärke Mittel
    Meereshöhe 1.600m
    Varietät Bourbon
    Sensorik Nase: Butterkaramell, Vanillegebäck, Sultaninen. Gaumen: Oloroso Sherry, Malzzuckerl, Orangenlikör. Abgang: süße Tamarinden und Salzmandeln.
    Erntezeit April - Oktober
    Erntejahr 2020
    Prozess Gewaschen
    Empfohlene Zubereitung Optimiert für Espresso, Schraubkanne und French Press

    BOLIVIEN SAMAIPATA BOURBON:

    Dieser reinsortige Bourbon stammt aus Samaipata, einem Dorf in der Nähe von Caranavi, das als bolivianische Kaffeehauptstadt bekannt ist und in den fruchtbaren Wäldern der Yungas Region liegt. Dorthin führt auch die berüchtigte Todesstraße, die schmale Death Road, die von den trockenen Höhen des Altiplano der Anden hinunter zu den üppigen, tropischen Regenwäldern des Amazonas-Dschungels führt und ein der steilsten, exponiertesten und gefährlichsten Straßen der Welt ist. Alle exportierbaren Waren dieser Region müssen die Straße passieren, um dann von La Paz aus weiter transportiert zu werden. In den 50er Jahren schenkte die Regierung neuen Siedlern in dieser Region 10 Hektar tropischer Landfläche, was dazu führte, das sich viele Menschen dort niederließen und Farmer wurden. Anfang der 2000er Jahre waren darunter viele Kaffeefarmer und Bolivien exportierte zu dieser Zeit über 85.000 Sack Kaffee. Dann wurde die Region und ihre Kaffeebäume stark vom Blattrost betroffen und viele Farmer pflanzten Coca-Pflanzen, da diese profitabler und resistenter waren als Kaffee. Erst in den letzten Jahren begann sich die Lage wieder zu erholen.

    Jeden Mittwoch ist Markttag in Caranavi und neben vielen privaten Käufern aus den umliegenden Dörfern, die sich mit Dingen des täglichen Lebens versorgen, ist es auch der Ort, wo Kleinbauern aus der Gegend ihren Kaffee an Zwischenhändler verkaufen können, die diesen dann aufbereiten. Diese Zwischenhändler sind typisch für die bolivianische Kaffeemarktstruktur. Der Preis der dort gehandelten Kaffees orientiert sich nicht am NYC Index, im Gegenteil, der Caranavi Marktpreis ist das bestimmende Preisniveau der ganzen Region.

    Die Familie Los Rodriguez besitzt und betreibt eine Vielzahl von Farmen in der Caranavi Region, davon 5 in Samaipata. Zwei Hektar dieser Farmen gingen letztes Jahr an Erdrutsche verloren, was die mitunter prekären klimatischen Verhältnisse dieser Region zeigt. Die Microlots, die in diesem Bourbon enthalten sind, heißen Tacu und Trapiche. Nach der Ernte werden die reifen Kaffeekirschen gefloatet zum Säubern, dann mechanisch gewaschen und entpulpt. Im Anschluß daran werden die Bohnen, die noch in der Pergaminohaut sind, 40 Stunden trocken fermentiert. Dann werden sie in mechanischen Trocknern für etwa zwei Wochen getrocknet, bis sie einen Feuchtigkeitsgehalt von 12% aufweisen.

    Dieser Kaffee ist aus unserer modernen Serie, was bedeutet, dass er schnell und kurz geröstet wurde und dadurch seine vielfältigen Nuancen und feinen Karamellaromen behält. Er ist kein "klassischer" Kaffee für Leute, die trockene, nussige, schokoladige Kaffees - wie es mehr als 90% unserer Kaffeesorten sind - bevorzugen, sondern ein "moderner" Kaffee, der etwas mehr Fruchtsäure enthält und die aromatischen Charakteristika der Sorte, Mikroregion und sorgfältigen Aufbereitung wiederspiegelt.

    Dieser Kaffee wurde optimiert für moderne Espressozubereitung. Dabei entwickelt er süße Aromen von Karamell und getrockneten Früchten in der Nase und schmeckt nach trockenem Sherry mit einem Schuß Orangenlikör. Voraussetzung für die Entwicklung dieser Nuancen ist eine etwas niedrigere Brühgruppentemperatur (88-90 Grad) und pre-brewing/pre-wetting.

    Als French Press und in der Schraubkanne behält er seine Süße, kann aber durch die längere Kontaktzeit mehr Körper gewinnen und etwas Säure einbüßen.